Förderprogramm "Integration durch Qulifizierung IQ"

Hier erhalten Sie Informationen zum Arbeitsrecht und zum Sozialversicherungs- und Aufenthaltsrecht in Verbindung mit Arbeit.

Was muss in der Vereinbarung zur Kurzarbeit stehen?

Die Vereinbarung zur Kurzarbeit ist immer eine Änderung Ihres Arbeitsvertrages. Das kann nur durch eine Ergänzung zu dem Arbeitsvertrag oder durch eine betriebliche Vereinbarung geschehen. In der Vereinbarung müssen die Bedingungen der Kurzarbeit genau beschrieben sein.  

Dazu gehören Angaben zu Beginn und Ende (Datum), zur Anzahl der Kurzarbeits- Arbeitsstunden pro Woche und zum Lohnanteil in %, den Sie erhalten. Der Arbeitgeber kann das Kurzarbeitergeld auch aufstocken. Dann muss der gesamte Lohnanteil in Prozent in der Vereinbarung genannt werden.  

In der Vereinbarung müssen auch der Betriebsbereich und der Personenkreis (z.B. Abteilung, Lager), für den Kurzarbeit gilt, beschrieben werden. Die Kurzarbeit muss den Mitarbeiter*innen rechtzeitig, das heißt 7-14 Tage vor Beginn mitgeteilt werden.  

Wenn Sie eine Kurzarbeitsvereinbarung mit dem Arbeitgeber unterschreiben, muss er Ihnen eine Kopie davon geben.  

Achtung: Vereinbarungen zur Einführung von Kurzarbeit sind nur wirksam, wenn sie der sogenannten AGB - Prüfung standhalten. Sind die Angaben nicht vollständig oder nicht verständlich, dann könnte es sein, dass diese Vereinbarung nicht wirksam ist. In diesem Fall hätten Sie auch nach Einführung der Kurzarbeit weiterhin einen Anspruch auf vollen Lohn. Den Lohn bekommen Sie nicht automatisch. Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihre Vereinbarung zur Kurzarbeit nicht wirksam ist, müssen Sie dem Arbeitgeber anbieten, dass Sie voll arbeiten, um den vollen Lohn zu bekommen. Die Beratungsstellen von Faire Integration können Ihre Vereinbarung überprüfen und Sie unterstützen, Ihre Rechte einzufordern. 

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