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Was ist ein Arbeitszeitkonto und wie funktioniert es?

Das Arbeitszeitkonto ist typisch für die Leiharbeit. In dem Arbeitsvertrag zwischen Ihnen und der Leiharbeitsfirma steht, wie viele Stunden Sie in der Woche arbeiten müssen. In manchen Einsatzbetrieben wird jedoch mehr oder weniger gearbeitet oder manchmal werden Überstunden gemacht. Dafür gibt es ein Arbeitszeitkonto. Wenn in einem Arbeitsvertrag 35 Arbeitsstunden pro Woche vereinbart sind und Sie z.B. 40 Stunden im Betrieb arbeiten, dann werden Ihnen 35 Stunden ausbezahlt und 5 Stunden auf dem Arbeitszeitkonto gutgeschrieben. Diese Stunden werden Plusstunden genannt. Es gibt auch Minusstunden, wenn weniger gearbeitet wird als vereinbart.

Wenn Sie Plusstunden gesammelt haben, können Sie einen Freizeitausgleich vereinbaren. Das muss vorher mit der Leiharbeitsfirma abgeklärt werden. Wenn der Vertrag mit dem Leiharbeitsunternehmen endet, dann müssen die angesammelten Plusstunden auf dem Arbeitszeitkonto ausbezahlt werden. Genauere Informationen zum Arbeitszeitkonto stehen im Tarifvertrag. Informieren Sie sich in einer Beratungsstelle!

Wichtig: Die Leiharbeitsfirma kann Sie nicht zwingen, Ihre Plusstunden abzubauen, weil kein Einsatzbetrieb für Sie gefunden wurde (siehe nächster Punkt).

Achtung: Hinweise zu Stunden auf Ihrem Arbeitszeitkonto finden Sie häufig auf Ihrer Lohnabrechnung (unter AZK-Std. oder Zeitkonto). In manchen Fällen händigt der Arbeitgeber/die Arbeitgeberin monatlich separate Übersichten über das Arbeitszeitkonto aus.