Förderprogramm "Integration durch Qulifizierung IQ"

Sie brauchen Infos zu Ihren Rechten bei der Arbeit in Deutschland?

Ich habe meinen ersten Gerichtstermin beim Arbeitsgericht. Was passiert dort?

Den ersten Termin beim Arbeitsgericht nennt man Gütetermin. Das Besondere hier ist, dass es am Ende nicht zu einem Urteil kommt. Stattdessen soll versucht werden, eine Einigung zwischen Arbeitnehmer*in und Arbeitgeber zu erzielen. Am Tag der Güteverhandlung treffen sich der*die Arbeitnehmer*in, der Arbeitgeber, die jeweiligen Anwält*innen (falls vorhanden) und der*die Richter*in. Dieser Termin ist öffentlich, sodass auch Publikum zugelassen ist. Es wird über den Sachverhalt gesprochen und darüber, ob beide Seiten die Möglichkeit zu einer Einigung sehen. Das kann eine Zahlung, Höhe der Abfindung usw. sein. Wenn es zu einer Einigung kommt, wird die Entscheidung niedergeschrieben und dem Arbeitgeber und dem*der Arbeitnehmer*in zugeschickt. Das nennt man einen Vergleich. Dann ist das Verfahren beendet. Wenn es zu keiner Einigung kommt, kann das Gericht auch noch einen zweiten Gütetermin anberaumen, wenn es die Chance sieht, dass es noch zu einer Einigung kommen kann. Wenn dies nicht der Fall ist, dann folgt ein Kammertermin. Auch hier kann es noch zu einem Vergleich kommen. Ist das nicht der Fall, dann kommt das Arbeitsgericht zu einem Urteil. Es kann natürlich auch mehrere Kammertermine geben.

Beratungstermin anfragen