Förderprogramm "Integration durch Qulifizierung IQ"

Hier erhalten Sie Informationen zum Arbeitsrecht und zum Sozialversicherungs- und Aufenthaltsrecht in Verbindung mit Arbeit.

Was ist Kurzarbeitergeld?

Wegen des Corona-Virus gibt es neue Regeln für Kurzarbeit. Ihr Arbeitgeber kann, unter bestimmten Voraussetzungen, Kurzarbeitergeld bei der zuständigen Agentur für Arbeit beantragen. Näheres zu den Voraussetzungen können Sie hier lesen. Wenn die Voraussetzungen stimmen, bewilligt die Behörde das Kurzarbeitergeld. Ihren Lohn bekommen Sie weiterhin von Ihrem Arbeitgeber und nicht von der Agentur für Arbeit.  

Wenn Sie weniger Stunden bei Ihrem Arbeitgeber arbeiten, dann bekommen Sie auch weniger Lohn. Das Kurzarbeitergeld ist das Geld, das Sie für Ihren ausgefallenen Lohn bekommen. Das sind 60% (wenn ein Kind bei Ihnen wohnt 67%) von dem Nettolohnanteil, der wegfällt, weil Sie in Kurzarbeit sind. Der Arbeitgeber kann das Kurzarbeitergeld zu bis zu 90% aufstocken. Eine Tabelle zur Berechnung des Kurzarbeitergeldes finden Sie auf der Website der Bundesagentur für Arbeit.  

Wichtig: Auch Personen, die in der Leiharbeit tätig sind, können Kurzarbeitergeld bekommen! Auch Auszubildende haben unter gewissen Umständen Anspruch auf Kurzarbeitergeld. Es gibt kein Kurzarbeitergeld für Beschäftigte, die einen Minijob haben.  

Wenn das Kurzarbeitergeld nicht ausreicht, um Ihnen Ihren Lebensunterhalt zu finanzieren, können Sie aufstockende Leistungen beim Jobcenter oder bei dem Sozialamt beantragen. Das gilt auch für: Personen, die eine Duldung oder eine Aufenthaltsgestattung haben, und Personen mit einem Aufenthaltstitel zur Erwerbstätigkeit oder Ausbildung.   

AchtungWenn Sie aufstockend Geld vom Jobcenter oder dem Sozialamt bekommen, kann dies in manchen Fällen Konsequenzen für Ihren Aufenthalt haben! Der Bezug von Kurzarbeitergeld alleine hat keine Auswirkungen auf Ihren Aufenthalt. Bei Fragen lassen Sie sich unbedingt beraten!  

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