Förderprogramm "Integration durch Qulifizierung IQ"

Sie brauchen Infos zu Ihren Rechten bei der Arbeit in Deutschland?

Brauche ich eine Arbeitserlaubnis, um zu arbeiten?

Manche Menschen brauchen eine Arbeitserlaubnis der Ausländerbehörde und die Zustimmung der Agentur für Arbeit, wenn sie in Deutschland arbeiten möchten. Manche Menschen dürfen gar nicht arbeiten. Das ist abhängig von:

  • dem Aufenthaltsstatus,
  • dem Herkunftsland,
  • dem Wohnort,
  • sowie der Dauer des Aufenthalts in Deutschland.

Anerkennung Asyl, Flüchtling, Subsidiärer Schutz:

Wenn Sie den Asylstatus haben, Sie anerkannter Flüchtling sind, oder den subsidiären Schutzstatus haben, benötigen Sie keine Arbeitserlaubnis.

Vorübergehender Schutz, §24 AufenthG

Wenn Sie den vorübergehen Schutzstatus für Geflüchtete aus der Ukraine haben, muss die Ausländerbehörde mit der Erteilung des Aufenthaltstitels die Beschäftigung als Arbeitnehmer*in erlauben. In Ihrem Aufenthaltstitel muss stehen: „Erwerbstätigkeit erlaubt“. Diese Arbeitserlaubnis ist nicht gebunden an eine*e Arbeitgeber*in, sondern wird generell erteilt.

Aufenthaltsgestattung (noch im Asylverfahren)

Wenn Sie noch im Asylverfahren sind und somit im Besitz einer Aufenthaltsgestattung, dann benötigen Sie eine Arbeitserlaubnis. Diese gilt dann nur für eine*n bestimmte*n Arbeitgeber*in, eine bestimmte Tätigkeit und Stundenanzahl. Eine Arbeitserlaubnis können Sie nach 3 Monaten beantragen. Wenn Sie in einer Aufnahmeeinrichtung wohnen, können Sie erst nach 9 Monaten eine Arbeitserlaubnis beantragen.

Personen aus sicheren Herkunftsländern, wie den Mitgliedstaaten der Europäischen Union, Albanien, Bosnien und Herzegowina, Ghana, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Senegal und Serbien, die ihren Asylantrag nach dem 31.08.2015 gestellt haben, müssen während des gesamten Asylverfahrens in einer Aufnahmeeinrichtung wohnen. Sie dürfen auch nach 9 Monaten noch nicht arbeiten.

Duldung

Auch wenn Sie eine Duldung haben, benötigen Sie eine Arbeitserlaubnis der Ausländerbehörde. Diese gilt dann nur für eine*n bestimmte*n Arbeitgeber*in, eine bestimmte Tätigkeit und Stundenanzahl. Wenn Sie in einer Aufnahmeeinrichtung wohnen, können Sie nach 6 Monaten eine Arbeitserlaubnis beantragen, sonst nach 3 Monaten.

Allerdings gibt es für manche Menschen ein Arbeitsverbot, z.B. für Personen, die aus einem sicheren Herkunftsland kommen und die nach dem 31.08.2015 einen Asylantrag gestellt haben, der abgelehnt wurde. In Ihren Aufenthaltspapieren steht, ob Sie ein Arbeitsverbot haben.

Wenn man länger als 4 Jahre in Deutschland gelebt hat, wird keine Zustimmung der Agentur für Arbeit mehr benötigt. Manche Ausländerbehörden tragen dann „Beschäftigung erlaubt/gestattet“ in die Aufenthaltspapiere ein. Dann dürfen Sie ohne Arbeitserlaubnis arbeiten.

Die Regel, dass manche Personengruppen keiner Beschäftigung nachgehen dürfen, bleibt aber bestehen.

Wenn Sie Fragen dazu haben, ob Sie arbeiten dürfen oder nicht, wenden Sie sich an eine Beratungsstelle!

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